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Aktionstag

Für unsere Arbeitsplätze, unser Klima und unser aller Zukunft


Aktionstag der IG Metall: dezentral mobilisiert haben Zehntausende in der ganzen Republik - und das kurz nach öffentlichem Bekanntwerden des Bundesverfassungsurteils zum Bundeshaushalt:

Es ging und geht um gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Arbeitsplätze! Denn: die hohen Strompreise gefährden die Zukunft der energieintensiven Industrie in Deutschland. Internationale Wettbewerbsfähigkeit für unsere Industriestandorte? Kaum noch gegeben. Den Betrieben (und offensichtlich auch der Ampel-Regierung) fehlt das Geld für wichtige und nachhaltige Investitionen.

Ernst machen beim Klimaschutz? Nur mit einem Brückenstrompreis können zeitgleich die größten Klimaschutz-Projekte der deutschen Industrie weitergeführt werden.

Deshalb der Aktionstag im November für den Brückenstrompreis:

  • Die IG Metall fordert einen echten Brückenstrompreis, der für einen belastbaren Zeitraum (zehn Jahre, mit Evaluationsschritten) einen Preis festsetzt, mit dem stromintensive Unternehmen wettbewerbsfähig produzieren können bis genug günstiger Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht.

  • Zusätzlich soll die Nutzung eines solchen Brückenstrompreises nicht bedingungslos erteilt, sondern an Tarifbindung, Standort- und Beschäftigungsgarantien und existierende Transformationspläne gekoppelt werden.

  • Nur so ist eine Transformation der deutschen Industrie in Richtung Klimaneutralität mit den Beschäftigten möglich.

Dazu Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall: "Uns geht es nicht einfach darum, alte Industrien zu bewahren, sondern die Transformation hin zur klimaneutralen Produktion am Standort Deutschland zu ermöglichen. Damit die Arbeitsplätze der Zukunft auch hierzulande entstehen."

Für eine schnelle, akzeptable Entscheidung "pro Brückenstrompreis" ab 1. Januar 2024

Unser Aktionstag fand dezentral statt mit Haupt-Aktionsorten in Berlin und Duisburg.

Gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), deren Branchen ebenfalls stark von den hohen Industriestrompreisen betroffen sind, machen wir Druck auf Finanzminister und Bundeskanzler, Politik und Parlament.

Auch in den Warnstreiks bei Eisen und Stahl und bei den Aktivitäten rund um die Tarifverhandlungen von Holz und Kunststoff werden der Brückenstrom sowie die anstehenden Haushaltsdebatten im Dezember ein "heißes Eisen" beiben.

Für ein Aussetzen der Schuldenbremse – und kluge Investitionen in Infrastriktur und Zukunft

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW: „Unsere Forderung nach einem Brückenstrompreis gilt auch auch uneingeschränkt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Wir befinden uns in einer klima- und energiepolitischen Notlage. Darum kann und muss die Schuldenbremse sofoirt im Parlamentausgesetzt werden, nicht nur für das Jahr 2023. Sie darf nicht zur Zukunftsbremse werden, indem sie Investitionen für eine klimaneutrale Zukunft unseres Landes verhindert und die Existenz der Industrie massiv gefährdet.“